Hypnose ist eine Kommunikationskunst!

In der Medizin wird sie aufgrund ihrer Wirksamkeit seit Jahrtausenden genutzt.


Die moderne, wissenschaftlich fundierte Hypnose und Hypnotherapie stellt eine differenzierte und kreative Form der Kommunikation dar. Nicht umsonst wird sie auch als Kommunikationskunst bezeichnet, die vorhandene Potentiale aktivieren hilft = Potentialhypothese. Die Annahme geht also davon aus, dass der Mensch über die notwendigen Kompetenzen verfügt, um für Wohlbefinden und Gesundheit zu sorgen und persönliche Ziele zu erreichen. Zu diesen Kompetenzen gehören sowohl unbewusste Kompetenzen als auch bewusste, reflektierende und planende Instanzen. Störungen sind als Dysbalance dieser Kompetenzen zu verstehen.

Wenn beide informationsverarbeitende Systeme miteinander harmonieren, stellt sich „Erfolg“ ein, egal ob in der Lebensführung oder Linderung und Heilung. Die manchmal fast „wundersamen“ Leistungen sind hierbei nichts Übermenschliches, sondern liegen in der Natur des Menschen. Hypnose kann all das unterstützen, was im Bereich der Möglichkeiten des Menschen liegt!

Spezielle, kommunikative Zugangsweisen, s.g. „Hypnoseinduktionen“ ermöglichen es, einen Bewusstseinszustand einzunehmen, in dem die Harmonisierung der bewussten und unbewussten Denksysteme besser gelingt. Ziel ist, dass die angeborenen Potentiale, die Kreativität und die Lösungskompetenzen besser zur Geltung kommen können. Weil diese Mechanismen uns angeboren sind, wird Hypnose seit tausenden von Jahren zu Heilzwecken und zur Selbststärkung genutzt. Und zwar überliefert in den verschiedensten Kulturen: den Sumerern, den Ägyptern, der Induskultur, den Griechen ... - bis heute.

Gut ausgebildete Anwender der Hypnose und Hypnotherapie verfügen über ein reichhaltiges methodisches Repertoire und passendes theoretisches Wissen. Diese Kombination hilft den Hypnosepartnern, zielführende Prozesse in Trance anzustoßen, auf dass sie in eine erfolgreichere und gesündere Entwicklung kommen können. Wichtig zu wissen ist, dass je nach Anwendungsbereich und bezogen auf die jeweiligen Hypnosepartner verschiedene Methoden sinnvoll sein können. Klassische Elemente eher in Not- und Krisensituationen oder bei anlehnungsbedürftigen Klienten, wenn Führung gefragt ist. Strategische Elemente eher bei festgefahrenen Verhaltensmustern und in komplexen sozialen Kontexten. Selbstorganisatorische Methoden für die Selbsterkenntnis und Motivklärung sowie die allumfassende Persönlichkeitsentwicklung. Und über die Therapie hinaus als Selbsthypnoseansatz für ein gelingendes Leben. Gut ausgebildete Hypnoseanwender streben eine optimale und gesundheitsfördernde Selbstorganisation ihrer Hypnosepartner an. Sie stellen ihr Wissen und Können den Klienten und Hypnosepartnern zur Verfügung, auf dass diese maximal profitieren können.

Gleichermaßen stellt das Hypnose Kollegium sein Wissen und Können zur Verfügung, auf dass Hypnoseanwender, im Rahmen ihres persönlichen Stils, die Hypnoseausbildung optimal für sich nutzen können und Schritt-für-Schritt sicher, nachhaltig und mit Freude vorankommen.




Selbstorganisatorische Hypnose ...


Selbstorganisatorische Hypnose fußt wissenschaftlich gesehen auf der Selbstorganisationstheorie und der Synergetik, die als Lehre vom Zusammenwirken von Elementen zu verstehen ist.

Selbstorganisation finden wir überall. Sie gilt für das ganze Universum und damit auch für die beinhalteten Ökosysteme und Lebewesen. Selbst für die Einzeller. Auch diese verfügen über „Ordnungsstrukturen“, um in der Welt zu überleben und sich möglichst in überlebensfreundliche Zustände zu bringen. „Einfach“ strukturierte Lebewesen organisieren sich nach relativ festen Programmen, die in den Genen verankert sind. Diese Regulation ist autonom, unwillkürlich, unbewusst.

Der Mensch, als komplexer Vielzeller, verfügt ebenfalls über diese lebenserhaltenden, archetypischen Programme. Darüber hinaus jedoch auch über ein beobachtendes, reflektierendes, planendes Denksystem. Dies nennen wir Bewusstsein. Es wird in der Persönlichkeitsentwicklung des Menschen ungefähr im Alter von 3 Jahren sichtbar. Dieses Denksystem kann - bei sich ändernden Umweltbedingungen - Vorteile oder Probleme bewusst erkennen und darauf reagieren. Kann aus der Erfahrung heraus etwas gedanklich vorwegnehmen und planen, und es kann über sich selbst nachdenken.

Bewusste Ideen und Überlegungen passen jedoch nicht immer zum Wesen und zur Bedürfnisstruktur des Menschen, sodass sich die Menschen mehr oder weniger häufig gegen ihre Natur verhalten. Darüber hinaus gibt es auch Konstellationen, in denen die Menschen vernunftmäßig wissen, was zu tun ist, aber dies zu ihrem großen Erstaunen oder Ärger nicht in passendes Verhalten umsetzen können. Hier liegen Festlegungen im emotionalen Erfahrungsgedächtnis (dem persönlichen Unbewussten, nach Freud), die der bewussten Erkenntnis entgegenstehen. Metaphorisch gesprochen enthält die unbewusst angelegte Bibliothek andere Informationen und kommt vor allen Dingen zu anderen "Schlussfolgerungen" als die verstandesmäßige Bewertung vorschlägt.

Und all diese Prozesse sind Ausfluss einer persönlichen Selbstorganisation im psychischen System.

Wenn es also darum geht, eine gesündere Selbstorganisation anzuregen: Wie soll das gehen? Eine Selbstorganisation, in der Bewusstsein und Unbewusstes zusammenarbeiten, zum Wohle der Person? Eine Selbstorganisation, die auch die sozialen und kulturellen Belange berücksichtigt, damit mehr Harmonie zwischen Individuum und sozialem Umfeld entstehen kann?
Auf dass zum Beispiel in der Kindheit entwickelte „Überanpassung“ den Weg frei macht für einen guten Kontakt zu selbstgewählten Bezugspersonen und auch den individuellen Bedürfnissen nach Freiheit und Selbstbestimmung Raum geben kann.

Eine Selbstorganisation, die gelerntes Meidungsverhalten, das zum Schutz und zur Selbstrettung diente, über die Aktivierung von Selbstheilungskräften in eine bessere Ausgewogenheit bringt. Auf dass das Leben sowohl gesunde Anregung und Kontakt wie auch Sicherheit und Schutz mit sich bringt.

Möglich machen dies intensive Erlebniswelten und Neubewertungen in hypnotischer Trance. Mit dem Ansatz der selbstorganisatorischen Hypnose und Hypnotherapie – passend für die jeweilige Person!

Aus diesen Gründen fördert selbstorganisatorische Hypnose und Hypnotherapie letztendlich die Persönlichkeitsentwicklung. Persönlichkeitsentwicklung wiederum bringt eine höhere Flexibilität, mehr Einflussnahme und emotionale Ausgewogenheit. Die gerne formulierten Ziele "Erfolg und Gesundheit" sind das Ergebnis dieser wesensgemäßen Ausgewogenheit im psychisch-emotionalen System des Menschen. Wenn folglich dieses System zum Wohle des Menschen arbeitet, lassen sich auch die äußeren Widrigkeiten leichter bewältigen. Und da wir sicher sein können, dass uns die Probleme nicht ausgehen werden, ist es gut, sich mit selbstorganisatorischer Hypnose mehr und mehr auf seine Kompetenzen zu fokussieren!